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Republik auf der vor der Südspitze Indiens gelegenen Insel, 65 615 km², 19,6 Mio. zu 75 Prozent singhalesische und zu 18 Prozent tamilische Einwohner, zumeist Buddhisten, Hauptstadt Colombo, Amtssprachen Singhalesisch und Tamilisch.
Das südliche Landesinnere von Sri Lanka ist gebirgig mit schmalen Küstenstreifen, nach Norden fällt das Land ab läuft in eine Küstenebene aus. Das innertropische Äquatorialklima lässt reiche Vegetation gedeihen und eine ergiebige Plantagen-Landwirtschaft zu (Tee, Tabak, Kautschuk, Kokosnüsse u. a.). Der Bergbau (Kaolin, Grafit, Edelsteine u. a.) hat wie die Industrie (Stahl, Erdölraffinerien, Reifen u. a.) unter dem seit 1983 tobenden Bürgerkrieg gelitten. In den letzten Jahren gewann trotz der instabilen Lage der Tourismus an Bedeutungen; der Tsunami 2004 zerstörte jedoch die touristische Infrastruktur weitgehend.
Geschichte
Das Staatsvolk der Singhalesen siedelt seit dem 6. Jh. v. Chr. auf Ceylon, das im 16. Jh. portugiesisch und 1655 indisch wurde, ehe die Briten es 1796 besetzten. Wie Indien wurde Sri Lanka (Name seit 1972) 1948 unabhängig. Die innenpolitische Entwicklung wird durch den ethnischen Konflikt (Bürgerkrieg) zwischen Tamilen und Singhalesen seit den 1980er Jahren empfindlich gestört (u. a. Einbußen im Tourismus). Mehrere Waffenstillstandsvereinbarungen hielten nicht. Sri Lanka war im Dezember 2004 eines der am stärksten durch den Tsunami in Südostasien betroffenen Länder; rund 30 000 Menschen kamen ums Leben.